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Deutscher Quánshù Bund 德国中华拳术总会



Déguó Zhōnghuá quánshù zǒng huì

German Quánshù Association

马丁• 瑞茨

Martin Rätz, Vizepräsident / vice-president


Information:

Betreff: Gründung Deutscher Quánshù Bund

Am Samstag, dem 29. 11. 2003 wurde der Deutsche Quánshù Bund in Berlin gegründet. Die Gründungsversammlung fand im China Restaurant „Happy Family“, dem Treffpunkt der chinesischen Kampfkunstszene in Berlin, statt.

Gründungsmitglieder sind Vertreter führender chinesischer Kampfkunstschulen in Berlin.

Für Shaolin-Gongfu 少林功夫:

- Rainer Deyhle, Geschäftsführer des Shaolintempel Deutschlands 德国少林寺

- Dr. Ding 丁, Generalmanager des Shaolintempel Deutschlands 德国少林寺

- Hans-Ulrich und Petra Riedel, Goldener Drache Berlin e. V. 柏林金龙

Für Chen Shi Taijiquan 陈氏太极拳:

- Mario Pestel, 2. 段 Duan Wushu, Chen Taiji Berlin 柏林陈太极

- Martin Rätz 马丁, 2. 段 Duan Wushu, Kampfkunstschule 龙武馆 Long Wu Guan,
  SC Eintracht INNOVA Berlin e. V. 柏林和睦 INNOVA 协会

Für die Zusammenarbeit mit China und chinesischen Mitbürgern in Deutschland

- Chen Weichun 陈蔚春, China Restaurant Happy Family, Eurasia Dienstleistungs- Center

Seit vielen Jahren arbeiten diese Schulen eng mit chinesischen Meistern zusammen und unterhalten deutschlandweite und internationale Kontakte. Als Beispiele seien genannt:

- Meister Cheng Lijun 成利军, Lijun Wen-Wu College, Wuzhi, Henann利军文武学校校长

- Professor Zhang Zhiyong 教授张志勇S outh China Normal University 华南师范大学 Hua’nan
  Shifan Daxue, Association of Wushu in Guangdong Province

- Meister Chen Xili 陈西立, 20. Nachfolger im Taijiquan der Chen Familie in Xi’an,
  Vizepräsident der Xi’an Chen Stil Assoziation

- Meister Yan Gaofei 燕高飞, American Chen Style Tai Chi Association, Florida, USA

- Meister Alexander Liu 刘∙ 亚历山大, bekannt unter dem Namen Shifu Liu, der vor zehn Jahren
  als erster chinesischer Meister Wushu und Peking Oper-Ausbildung in Berlin unterrichtete,
  Teipei, Taiwan

Die Versammlung stand unter der Schirmherrschaft von 释永传 Shi Yongchuan, Abt des Shaolin Tempels Deutschland. Der Shaolin Tempel Deutschland ist die offizielle Zweigstelle des Shaolin Haupttempels in Henan, VR China.

In seiner Eröffnungsansprache unterstrich Abt Shi Yong Chuan mit tief greifenden Worten die Bedeutung dieses Momentes für die Verbreitung der Chinesischen Kampfkünste und die Völkerverständigung. Er hob das Engagement der Gründungsmitglieder für die Kultur Chinas hervor und betonte die Bereitschaft des Shaolintempels zur Freundschaft und Zusammenarbeit mit allen, die auch in Zukunft in dieser Absicht zu ihm kommen würden.

Im folgenden verständigten sich die Gründungsmitglieder über die gemeinsamen Ziele und Aufgaben sowie wichtige Punkte der Satzung. Genannt seien:

- aktive Mitwirkung an den Vorbereitungen für Olympia 2008.

- Organisation von Landes- und Deutschen Meisterschaften nach chinesischem Regelwerk

- Teilnahme an internationalen Meisterschaften

- Ausbildung von Schiedsrichtern nach chinesischem Regelwerk

- Zusammenarbeit mit chinesischen Meistern und internationalen Organisationen

- Jugendaustausch mit China und anderen Ländern

- Ausbildung von Trainern und Lehrern für die Chinesischen Kampfkünste

- hohes sportliches und fachliches Niveau der angeschlossenen Schulen nach
  internationalen Standards

- Bewahrung der philosophischen und ethisch-moralischen Grundlagen der
  Chinesischen Kampfkünste

- Erarbeitung eines stilübergreifenden Graduierungssystems auf Grundlage des
  chinesischen Duan-Systems

Von besonderer Bedeutung war die Frage der Mitgliedschaft. Viele Kung-Fu-Schulen in Deutschland sind privat bzw. kommerziell, andere in Vereinen organisiert. Da der Deutsche Quánshù Bund eine gemeinnützige Organisation sein wird, wurde folgende Lösung gefunden: kommerzielle Schulen, wie Sportstudios können sich dem Deutschen Quánshù Bund anschließen und erhalten bei der Erfüllung aller Qualitätskriterien ein Aufnahme-Zertifikat. Sie sind jedoch nicht direkt Mitglied des Deutschen Quánshù Bundes, sondern nur die von ihnen angemeldeten Sportler. Dadurch kommen auch die Mitglieder privater Schulen in den Genuss der Vorteile, die diese Organisation bietet, insbesondere des Ausbildungsangebotes; die Schulen selbst bleiben jedoch völlig frei.

Zur Klärung fachlicher Fragen wird ein "Rat der Meister" gebildet, dem nur hochrangige Meister der Chinesischen Kampfkünste angehören.

Die Gründungsmitglieder sind sich weiterhin darüber einig, dass die Zusammenarbeit mit anderen sowie untereinander wie bisher in einer konstruktiven, freundschaftlichen und harmonische Atmosphäre auf der Grundlage der Freiwilligkeit stattfinden wird. Keiner hat daran Interesse anderen Vorschriften zu erteilen, Kontrollfunktionen zu übernehmen, sich in andere Angelegenheiten zu mischen oder sonstige Vereinsmeierei zu betreiben.